Die Geschichte der Deutschen

Kernaussage: In diesem Überblick wird nur das erwähnt, was man auch nach der Schule wissen sollte.

 

Die Entstehung des heiligen römischen Reiches deutscher Nation

Den Römern gelang es nie das Gebiet des heutigen Deutschlands vollständig zu besetzen. Die dort ansässigen Volksstämme, die von ihnen Germanen genannt wurden, konnten sich mehr oder weniger erfolgreich verteidigen.

 

Der Untergang des römischen Reiches fiel zusammen mit der Zeit der Völkerwanderung (4. und 5. Jahrhundert). Karl der Große, der König der Franken, konnte die wandernden Stämme besiegen und so entstand ein großes Frankenreich, welches im wesentlichen Spanien, Frankreich, Deutschland und Norditalien umfasste. Karl der Große schloss eine Allianz mit dem Papst und ließ sich von ihm im Jahre 800 in Rom zum Kaiser krönen.

 

Nach dem Tod Karl des Großen zerfiel sein Reich und es entstand im 10. Jahrhundert das Heilige Römische Reich, welches Ende des 15. Jahrhunderts den Zusatz bekam "Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation". Das Reich entwickelte sich nie zu einem Nationalstaat, weil die weltlichen und geistigen Landesherren (der Herzogtümer, Grafschaften, Klöster, ...) und die Reichstädte zu selbstständig waren. So wurde der Kaiser in der Regel von den Reichsfürsten gewählt.

 

Die französische Revolution, Napoleon und das Ende des Römischen Reiches Deutscher Nation

Ab etwa 1100 entstehen in Europa immer mehr Städte, weil die Bauern durch technischen Forschritt mehr Menschen ernähren können. Die Zahl der gebildeten Menschen wächst. Die Wissenschaft macht Fortschritte und es entstehen neue Denkweisen: Humanismus, Reformation und die Aufklärung.

 

Die Könige führen am Hofe ein Luxusleben und auch ihre Kriege kosten sehr viel Geld, welches sie von ihren Untertanen eintreiben. In Frankreich kommt es deshalb im Jahr 1789 zu einer Revolution der Bürger und Bauern, in deren Verlauf die "Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte" verabschiedet wird. Die Revolution scheitert und als Resultat kommt Napoleon als Alleinherrscher an die Macht.

 

Im den Jahren 1805/06 besiegte Napoleon zuerst Österreich und dann Preußen. Daraufhin legte der deutsche Kaiser des Heiligen Römischen Reiches seine Krone nieder, was das Ende des Reiches bedeutete.

 

Der Deutsche Bund

Durch seinen Russlandfeldzug 1812/13 verlor Napoleon fast seine gesamte Armee durch Verluste, Hunger und Kälte. Als Resultat verlor er 1813 die Völkerschlacht bei Leipzig gegen eine Allianz aus Preußen, Russland und Österreich, die später Paris einnahm.

 

Auf dem Wiener Kongress 1814/15 ordneten die Siegermächte Europa neu.