Was ist Respekt?

Kernaussage: Man muss nicht jeden mögen, aber man muss zu jedem höflich sein. Wer die Gemeinschaft nicht respektiert, respektiert nicht die Mitglieder der Gemeinschaft. Sinnvolle Regeln sind die Voraussetzung für Respekt.

 

Respekt ist wichtig

"Als Kinder wird uns beigebracht (so hofft man), unsere Eltern, Lehrer und Ältere, Schulregeln und Verkehrsgesetze, familiäre und kulturelle Traditionen, die Gefühle und Rechte anderer Menschen, die Flagge und die Führer unseres Landes, die Wahrheit und die unterschiedlichen Meinungen der Menschen zu respektieren. ... Obwohl es eine Vielzahl von Dingen gibt, die Respekt verdienen, hat sich das zeitgenössische philosophische Interesse an Respekt überwiegend auf den Respekt vor Personen konzentriert, auf die Idee, dass alle Personen mit Respekt behandelt werden sollten, einfach weil sie Personen sind." (https://plato.stanford.edu/entries/respect, 12.08.21)

 

Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Respekt: Respekt mit Bewertung und Respekt ohne Bewertung. "Die Vorstellung, dass alle Personen mit Respekt behandelt werden sollten, einfach weil sie Personen sind", ist Respekt ohne Bewertung. Ein Autofahrer respektiert eine Geschwindigkeitsbegrenzung, ohne zu bewerten, ob sie an dieser Stelle sinnvoll ist. Respekt mit Bewertung ist, wenn wir zum Beispiel jemanden respektieren, weil er eine besondere Fähigkeit hat.

 

"Eine Bewertung erfolgt immer mit Bezug auf qualitative Standards. Für ein und dieselbe Person können unterschiedliche Standards gelten. Daher ist Respekt mit Bewertung eine Frage des Grades, inwieweit die Person die Normen erfüllt (wir können also jemanden mehr oder weniger respektieren und eine Person mehr respektieren als eine andere), und kann mit (einigen) negativen Beurteilungen einer Person oder ihrer Eigenschaften koexistieren (die mit Bezug auf andere Normen beurteilt werden). Wir können die Ehrlichkeit einer Person schätzen, obwohl wir sie für faul halten, ... wir können eine Person als exzellenten ... Zimmermann respektieren und sie dennoch nicht als moralisches Vorbild ansehen." (https://plato.stanford.edu/entries/respect, 12.08.21)

 

Hier soll der "Respekt vor Personen" ohne Bewertung definiert werden.

 

Was ist respektvoll und was ist respeltlos?

Krankenschwestern wurden befragt, was für sie Respekt bedeutet:

 

"Respekt gegenüber und von Kollegen
- Hören Sie wirklich zu und seien Sie ganz aufmerksam.
- Behandeln Sie andere so, wie Sie selbst behandelt werden möchten.
- Drücken Sie Anerkennung und Wertschätzung aus.
- Zeigen Sie Einfühlungsvermögen und Verständnis.
- Seien Sie höflich und rücksichtsvoll.
- Seien Sie verantwortungsbewusst und professionell.
Respekt von Managern
- Erkennen Sie Ihr Personal an.
- Kommunizieren Sie und sorgen Sie für Informationsaustausch.
- Fragen Sie die Mitarbeiter nach ihrer Meinung und nach ihren Bedürfnissen.
- Seien Sie hilfsbereit, fair, konsequent und einfühlsam."

(Ulrich, B., Breugger, R., Lefton, C. (2009). Respect: Beginning to define the concept in nursing. The Official Journal of the Center for American Nurses, 2(3), S. 8)

 

Wir müssen aber auch in der Lage sein Respektlosigkeit zu erkennen:

 

"Obwohl die sozialen Medien es den Menschen ermöglicht haben, miteinander in Kontakt zu treten und zu interagieren, haben sie sie auch anfällig für Beleidigungen, Demütigungen, Hass, Mobbing und Drohungen von bekannten (z. B. Kollegen, Freunde) oder unbekannten (z. B. Fans, Kunden, anonyme Personen) Personen gemacht. ... Die daraus resultierenden negativen Auswirkungen von emotionalem Stress, Bedenken hinsichtlich der Privatsphäre und Bedrohungen für die physische Sicherheit und die psychische Gesundheit betreffen Einzelpersonen online und offline. ... Wir schlagen fünf kontextbezogene Arten der Belästigung in der Online-Kommunikation in sozialen Medien vor:


1. Sexuelle Belästigung ist eine beleidigende sexuelle Ansprache, die sich in der Regel gegen Frauen richtet. ...
2. Rassistische Belästigung zielt auf rassische und ethnische Merkmale eines Opfers wie Hautfarbe, Land, Kultur, Religion in beleidigender Weise ab ...
3. Bei der Belästigung aufgrund des Aussehens wird eine peinliche Sprache verwendet, die sich auf das Erscheinungsbild des Körpers bezieht. ...
4. Intellektuelle Belästigung beleidigt die intellektuellen Fähigkeiten oder Meinungen von Personen. Sogar intelligente Menschen können lächerlich gemacht werden und werden zu Opfern ...
5. Politische Belästigung bezieht sich auf die politischen Ansichten einer Person ..."

 

(Rezvan, M., Shekarpour, S., Alshargi, F., Thirunarayan, K., Shalin, V.L., Sheth,
A.: Analyzing and learning the language for different types of harassment. Plos one 15(3), p. 1-3)

 

Ich habe 32 Jahre lang Studierende in Verfahrenstechnik und Arbeitswissenschaft in Laboren unterrichtet. In dieser Zeit habe ich mit etwa 3000 Studenten gearbeitet. Um ihnen respektvoll zu begegnen, habe ich für mich die folgenden Fragen beantwortet:

  • Dürfen die Studierende und ich unterschiedliche Meinungen haben? Ja
  • Muss ich alle Schüler mögen? Nein
  • Darf ich Studierende, die eine andere Meinung haben oder die ich nicht mag, diskriminieren? Nein
  • Muss ich zu allen Studierenden höflich sein? Ja
  • Darf ich Studierende kritisieren? Ja, aber höflich.
  • Darf ich hinter dem Rücken von Studierenden schlecht über sie reden? Nein

Respekt hat also drei Eigenschaften:

  1. Toleranz: Akzeptiere, wenn jemand anders ist und eine andere Meinung hat.
  2. Höflichkeit: Sei immer höflich.
  3. Ehrlichkeit: Sage anderen Personen direkt deine Meinnung. Spreche nicht schlecht über andere Personen hinter deren Rücken. Erzähle keine Lügen.

Was ist die Definition von Respekt?

Die Definition eines Begriffes benennt die Klasse, zu der der Begriff gehört und die wesentlichen Merkmale, die diesen Begriff von den anderen Begriffen der Klasse unterscheiden (siehe "Wörter definieren" auf Learn-Study-Work).

 

Definition: Respekt ist tolerantes, höfliches, ehrliches und gemeinschaftsdienliches Verhalten gegenüber anderen.

Was ist Respekt? Definition: Repekt ist tolerantes, höfliches, ehrliches und gemeinschaftsdienliches Verhalten anderen gegenüber - www.learn-study-work.org

Warum ist Toleranz wichtig für Respekt?

Nach dem Zweiten Weltkrieg war klar, dass sich eine solche Katastrophe nicht wiederholen darf. Deshalb verkündete die Generalversammlung der Vereinten Nationen am 10. Dezember 1948 in Paris:

 

"... da die Nichtanerkennung und Verachtung der Menschenrechte zu Akten der Barbarei geführt haben ... verkündet die Generalversammlung diese Allgemeine Erklärung der Menschenrechte als das von allen Völkern und Nationen zu erreichende gemeinsame Ideal ...

Artikel 1: Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. ...

Artikel 2: Jeder hat Anspruch auf alle in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten, ohne irgendeinen Unterschied, etwa nach Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Anschauung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand."

 

Niemand wird bezweifeln, dass Toleranz eine wesentliche Voraussetzung für Respekt ist.

 

"Jeder Mensch hat eine Würde und genießt das Recht, dass seine Würde von seinen Mitmenschen geachtet wird ... Die Würde, die durch den achten Verfassungszusatz, die "Due Process Clause" und die amerikanischen Verfassungen auf Bundes- und Staatsebene geschützt wird, ist nicht die soziale Würde, sondern die menschliche Würde, eine Eigenschaft, die alle Menschen als solche besitzen. Es handelt sich nicht um eine Würde, die Personen von anderen Personen oder vom "Staat" oder von der "Gesellschaft" oder von irgendeiner Gemeinschaft verliehen wird und sie kann deshalb nicht weggenommen werden."

(Dubber, M. D. (2004). Toward a Constitutional Law of Crime and Punishment, Hastings Law Journal Vol. 55, S. 515)

 

Warum ist Höflichkeit wichtig für Respekt?

Die Grundlage für ein höfliches Zusammenleben der Menschen in einem Staat sind die Gesetzte des Staates, wobei vorausgesetzt wird, dass diese Gesetze die Menschenrechte umsetzen.

 

Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte sagt:

 

"Artikel 18: Jeder hat das Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit ... Artikel 19: Jeder hat das Recht auf Meinungsfreiheit und freie Meinungsäußerung ... Artikel 29: Jeder ist bei der Ausübung seiner Rechte und Freiheiten nur den Beschränkungen unterworfen, die das Gesetz ausschließlich zu dem Zweck vorsieht, die Anerkennung und Achtung der Rechte und Freiheiten anderer zu sichern und den gerechten Anforderungen der Moral, der öffentlichen Ordnung und des allgemeinen Wohles in einer demokratischen Gesellschaft zu genügen. ..."

 

"Gedanken- und Gewissensfreiheit" bedeutet, dass ich die Handlungen anderer nicht gut finden muss. Ich darf meine Meinung äußern und Handlungen anderer kritisieren, aber ich bin dabei eingeschränkt, weil ich die Rechte und Freiheiten der anderen anerkennen und respektieren muss. Das bedeutet, dass ich höflich zu anderen sein muss.

 

"Etiquette ...

Definition: die Sitten oder Verhaltensregeln, die im gesellschaftlichen Leben als korrekt gelten ...

Synonyme: gutes oder angemessenes Verhalten ... Höflichkeit" (www.collinsdictionary.com/de/worterbuch/englisch-thesaurus/etiquette#etiquette__1 , 04-01-21)

 

"... jede hochgradig gegliederte Gesellschaft wird eine Etikette besitzen, in der jeder Mensch weiß, welches Verhalten von ihm gegenüber anderen und von anderen gegenüber ihm erwartet wird. ... Mitte des 20. Jahrhunderts war die Besorgnis um höfliches Benehmen jedoch nicht mehr nur auf eine gesellschaftliche Elite beschränkt. Gute Manieren wurden für normale Menschen in alltäglichen Situationen festgelegt ..." (www.britannica.com/topic/etiquette, 04.01.21)

 

Definition: Höflichkeit ist eine Anzahl von Regeln für gutes Benehmen.

Jede Kultur hat ihre eigenen Regeln der Höflichkeit. Diese Regeln ändern sich im Laufe der Zeit. Beispiel: Früher war es normal, dass Krankenhausmanager keine Informationen mit Krankenschwestern austauschten. Heute betrachten die Krankenschwestern es als unhöflich, wenn die Manager dies nicht tun (siehe oben).

 

Warum ist Ehrlichkeit wichtig für Respekt?

Das Vorbild für Ehrlichkeit ist ein fairer Gerichtsprozess: Der Angeklagte wird höflich behandelt und jeder ist verpflichtet, die Wahrheit zu sagen. Der Staatsanwalt trägt die Anklage vor. Der Angeklagte darf sich in allen Punkten verteidigen. Wenn er schuldig ist, wird er eine gerechte Strafe erhalten.

Wenn sich zwei Menschen treffen, gibt es drei Möglichkeiten:

  • Beide haben Respekt voreinander und kommen gut miteinander aus.
  • Beide haben keinen Respekt voreinander, sie streiten und der Stärkere gewinnt.
  • Eine Person hat Respekt und die andere nicht. Die Person mit Respekt könnte in Schwierigkeiten geraten.

Diese Einteilung sieht einfach aus, aber sie ist es nicht, denn die Grenze zwischen respektvoll und respektlos ist fließend.

Wer har Respect? respektvoll - respektlos - www.learn-study-work.org

Wer Respekt hat, lügt nicht über andere. Wenn wir eine andere Person kritisieren, können wir im Unrecht sein. Deshalb geben wir der anderen Person die Möglichkeit, sich zu verteidigen. Menschen ohne Respekt versuchen manchmal (offen oder verdeckt) anderen durch Schikane, Belästigung oder Mobbing zu schaden. Dann erzählen sie oft Lügen über diese anderen Personen.

 

Gegenüber Personen, die keinen Respekt haben und lügen, sollten wir unsere Meinung sagen ohne mit ihnen zu diskutieren oder schweigen, wenn es gefährlich ist, die Meinung zu äußern. Mit respektlosen Personen zu diskutieren ist nutzlos und verursacht nur Ärger. Zu solchen Personen sollten wir, wenn möglich, den Kontakt vermeiden (Vermeidung von Stress). Trotzdem behandeln wir auch solche Personen mit Respekt, das heißt, wir sind höflich zu Ihnen.

 

"Unehrlichkeit schafft ein Klima des Misstrauens, das zersetzende Folgen für alle hat. Soziales Vertrauen ist ein zerbrechlicher Wert; Lügen leiten seinen Zerfall ein. Wir alle zahlen einen Preis in Form einer geringeren Bereitschaft, anderen zu vertrauen und die Vorteile zu genießen, die ein solches Vertrauen ermöglicht." (Smith, T. (2003). The metaphysical case for honesty. The Journal of Value Inquiry, 37, p. 517)

 

Warum ist gemeinschaftsdienliches Verhalten wichtig?

"Wir leben die meiste Zeit unseres Lebens in Gemeinschaften, ähnlich wie Löwen, die in sozialen Gruppen leben, und nicht wie individualistische Tiger, die die meiste Zeit allein leben. Diese Gemeinschaften prägen unsere moralischen und politischen Urteile, und sollten sie auch prägen, und wir haben eine starke Verpflichtung, die besonderen Gemeinschaften, die unserem Leben einen Sinn geben, zu unterstützen und zu pflegen ..." (https://plato.stanford.edu/entries/communitarianism/, 23.10.21)

 

"Der Mensch ist nicht nur von Natur aus ein soziales Tier, sondern auch aus Notwendigkeit. Es heißt, dass Bedürfnisse und Notwendigkeiten den Menschen sozial machen. ... Alle seine Grundbedürfnisse wie Nahrung, Kleidung, Unterkunft, Gesundheit und Bildung werden nur im Rahmen der Gesellschaft erfüllt. Er braucht die Gesellschaft auch für seine soziale und geistige Entwicklung." (https://file.scirp.org/Html/8-1760197_49227.htm, 23.10.21)

 

"Die politische Ökonomin Elinor Ostrom (die 2009 den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften erhielt) beobachtete das gleiche Phänomen der spontanen Regelbildung, wenn Menschen gemeinsame Ressourcen wie Land, Fischerei oder Wasser für die Bewässerung verwalten müssen. Sie fand heraus, dass Menschen kollektiv Regeln aufstellen, z. B. darüber, wie viel Vieh eine Person wo und wann weiden darf, wer wie viel Wasser bekommt und was zu tun ist, wenn die Ressource begrenzt ist, wer wen überwacht und welche Regeln Streitigkeiten lösen. Diese Regeln werden nicht einfach von Herrschern erfunden und von oben verordnet, sondern ergeben sich oft unaufgefordert aus den Erfordernissen einer einvernehmlichen sozialen und wirtschaftlichen Interaktion. Der Drang, erdrückende, ungerechte oder schlichtweg sinnlose Regeln aufzuheben, ist durchaus berechtigt. Aber ohne Regeln - und ohne eine gewisse Tendenz, uns an sie zu halten - würde die Gesellschaft schnell ins Pandämonium [Chaos] abgleiten." (https://warwick.ac.uk/newsandevents/knowledgecentre/science/psychology/world_without_rules, , 23.10.21

 

Eine Gemeinschaft kommt nicht ohne soziale Regeln aus, sonst kann sie sich nicht entwickeln. Respekt vor einer anderen Person muss berücksichtigen, dass diese Person immer auch ein Mitglied einer Gemeinschaft ist. Wer die Regeln dieser Gemeinschaft nicht respektiert, zeigt dadurch keinen Respekt vor den Mitgliedern der Gemeinschaft.

 

Beispiel: Zwei Freunde wohnen im gleichen Mietshaus. Jeder hat seine eigene Wohnung. Der eine verschmutzt das Treppenhaus und der andere ist darüber nicht glücklich. Seinem Freund fehlt der nötige Respekt vor der Gemeinschaft der Hausbewohner.

 

Oft kommt es zu Konflikten, weil eine Person eine Gemeinschaft nicht respektiert und sich eine andere Person darüber aufregt, wütend ist und dann unhöflich seine Meinung sagt. In solch einer Situation ist es hilfreich, wenn es klare Regeln gibt, die angewendet werden können. Vor Gericht kann der Richter höflich zu dem Angeklagten sein, weil er weiß, dass er das Gesetz anwenden und ihn zu einer Strafe verurteilen wird, wenn er schuldig ist.

 

Sinnvolle Regeln sind die Voraussetzung für Respekt.

 

Respekt und ein "guter Wille" gehören zusammen

Niemand ist perfekt, weshalb es manchmal zu Missverständnissen kommt. Wenn es zu einem Konflikt kommt, sollten wir versuchen objektiv zu prüfen, ob unsere Sichtweise richtig ist und wir uns respektvoll verhalten haben. Genauso sollten wir prüfen, ob vielleicht bei der anderen Person ein Missverständnis vorliegt. Wenn alle Personen, die an einem Konflikt beteiligt sind, einen "guten Willen" haben, dann kann man Fehler verzeihen und einen Kompromiss zur Beilegung des Konfliktes finden.

 

"Verstand, Witz, Urteilskraft, und wie die Talente des Geistes sonst heißen mögen, oder Mut, Entschlossenheit, Beharrlichkeit im Vorsatze, als Eigenschaften des Temperaments, sind ohne Zweifel in mancher Absicht gut und wünschenswert; aber sie können auch äußerst böse und schädlich werden, wenn der Wille, der von diesen Naturgaben Gebrauch machen soll und dessen eigentümliche Beschaffenheit darum Charakter heißt, nicht gut ist.

 ... ich soll niemals anders verfahren, als so, daß ich auch wollen könne, meine Maxime solle ein allgemeines Gesetz werden." (Immanuel Kant (1785). Grundlegung zur Metaphysik der Sitten. Verlag J. F. Hartknoch, S. 1, 17)

 

Andere Menschen soll man also nach dem Willen beurteilen, der hinter ihren Handlungen steckt.